Trujillo

Ca. 560 km nördlich von Lima befindet sich die Kolonialstadt Trujillo, Geburtsort Francisco Pizarros. Der Mittelpunkt Trujillos ist der Hauptplatz „Plaza de Armas“, der umstanden ist von hellen Kolonialhäusern mit schönen Portalen, Höfen und Balkonen, von dem Palast des Erzbischofes und der Kathedrale. Sehenswert sind des weiteren die San Francisco Kirche aus dem Jahre 1625, die Kirche El Carmen, die 1725 fertiggestellt worden ist sowie das Museo José Cassinelli. Diese sehr schöne private Keramiksammlung, die derzeit noch im Keller einer Tankstelle untergebracht ist, präsentiert u.a. Keramiken aus der Zeit der Mochica-Kultur.

Pyramiden von Moche

Die Mochica-Kultur zählt zu den bedeutendsten altperuanischen Kulturen. Doch von der ehemaligen Hauptstadt des einst riesigen Mochica-Reiches sind nur noch wenige Reste von Tempelanlagen zu sehen. Einen Besuch wert ist jedoch in jedem Fall die 6 km südlich von Trujillo gelegene, aus Lehmziegeln errichtete Sonnenpyramide, die mit einer Grundfläche von 340 x 160 m und einer Höhe von knapp 40 m eines der größten präkolumbianischen Bauten Südamerikas war. Unweit davon entfernt befindet sich die kleinere Mondpyramide mit ihren noch teilweise farbigen Reliefmauern.

Chan Chan

Die Lehmziegelruinen von Chan Chan befinden sich ca. 3 km nördlich von Trujillo an der Pazifikküste. Die Hauptstadt des Chimu Volkes maß zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert
20 Quadratkilometer, was bedeutet, dass die Bevölkerung sich auf ca. 100.000 Menschen belief. Sie ist aus neun verschiedenen Teilen zusammengesetzt, von denen der besterhaltenste die Tschudi Zitadelle ist. Man kann immer noch gut die tiefen Reliefs erkennen, die verschiedene Tiere darstellen. Die Chimus waren in der Antike Metallexperten und nach der Eroberung durch die Inkas wurden einige von ihnen nach Cusco gebracht, um dort ihre Kenntnisse
weiterzugeben. Ein weiterer Tempelkomplex ist der „Tempel des Drachens“ etwa 5 km nördlich von Trujillo. An der aus Lehnziegeln errichteten Außenmauer, welche die komplette Anlage umgibt sind ebenfalls noch Reste von Reliefs erkennbar. Sie stellen Figuren von tanzenden Kriegern sowie Schlangen- und Regenbogenmotive dar.

El Brujo

Der Komplex von El Brujo, der im Laufe des 6. und 7. Jahrhunderts v. Chr. errichtet worden ist, war das religiöse und kulturelle Zentrum der Mochica-Kultur. Später wurde dieser Zeremonialtempel von der Lambayeque-Kultur übernommen. Die Wände sind mit polychromen Reliefs dekoriert, Figuren von Tänzern, Gefangenen und religiösen Symbolen des antiken Peru.

Chiclayo

Chiclayo ist die moderne Hauptstadt des Departamento Lambayeque. Sehenswert ist die Kathedrale sowie der Hexenmarkt, auf dem die Schamanen ihre Kräuter und Gegenstände verkaufen, die sie zu ihren Heilungen benötigen.

Ausgrabungsstätte von Sipan

30 km von von Chiclayo entfernt liegt die Ausgrabungsstätte von Sipan, wo 1987 ein sensationeller Fund gemacht wurde: ein ca. 1800 Jahre altes Grab eines Mochica-Herrschers, des „Senor de Sipan“. Der Herrscher war reich geschmückt beerdigt worden. Als Grabbeilagen hat man u.a. eine mit Schmucksteinen besetzte Beerdigungsmaske gefunden, Goldamuletten, Halsketten, Nasen- und Ohrenschmuck, Tongefäße, Textilien und andere Kunstgegenstände. Im Herrschergrab von Sipan sind heute nur noch Repliken zu besichtigen, die originalen Fundstücke sind im Museo Timbas Reales ausgestellt.

Tucume - Tal der Pyramiden

Von Tucume führt eine Abzweigung ins Tal der Pyramiden, einem beeindruckenden archäologischen Ausgrabungsort. Mehrere Kulturen hatten sich im Laufe der Jahrhunderte hier niedergelassen dies haben die Grabungsarbeiten unter Leitung des norwegischen Wissenschaftlers Thor Heyerdal ergeben. In der weitläufigen Anlage befinden sich die Überreste von 26 Lehmziegel-Pyramiden der Mochica-Kultur.

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