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Syriens Küste
Syriens Anteil an der Mittelmeerküste beträgt ungefähr 80 km. Den kleinen hölzernen Schiffen im Altertum bot die relativ gerade Küstenlinie bei Tartus und Ugarit geschützte Naturhäfen. Für die heutigen Stahlschiffe, die mehr Tiefgang haben, mussten künstliche Häfen, wie z.B. in Lattakia geschaffen werden.
Amrit
Die südlich von Tartus gelegene Stadt Amrit war für die Phönizier vor allem eine Kultstätte, deren Ruinen heute zu besichtigen sind. Es sind vor allem zwei Komplexe, die sehenswert sind: der Wassertempel, ein sog. Quellheiligtum und zwei Grabanlagen, die ca. 1,5 km südlich des Tempels liegen. Zu diesen gehören steinerne Grabtürme sowie in den Boden eingelassene Grabanlagen mit Zugangsrampe, Vorraum, Grabraum und Grabnischen.
Hosn Suleiman
In der Tempelanlage Hosn Suleiman wurden schon Baal und Astarte kultisch gefeiert, bevor man in seleukidischer Zeit den regionalen Zeus Baitokaike verehrte. Umfassungsmauer und Podiumstempel wurden um ca. 200 n. Chr. von den Römern errichtet. Es lohnt sich, die ungewöhnlichen, kaum bekannten und idyllisch gelegenen Ruinen zu besuchen.
Tartus
Heute ist von der ehemaligen phönizischen Siedlung nichts mehr zu sehen. Im Jahre 1282 wurde die Stadt dem Templerorden als "ewigen Besitz" zugestanden - doch bereits nach neun Jahren mussten die Ritter auch Tartus aufgeben. Sie hinterließen eine mittlerweile weitgehend überbaute Zitadelle und die Kathedrale Notre Dame, in der sich heute ein archäologisches Museum befindet.
Der Stadt vorgelagert befindet sich die Arwad, Syriens einzige Insel. Die rund 4000 Inselbewohner leben vorwiegend vom Fischfang.
Ugarit
In Ugarit, einer der wichtigsten frühgeschichtliche Stätten des Landes - die Siedlungsgeschichte reicht bis ins 7. Jahrtausend v. Chr. zurück - wurde ein äußerst bedeutender Fund gemacht: ein riesiges Tontafelarchiv mit dem ältesten Keilschriftalphabet. Diese Tontafeln überliefern neben Verwaltungsakten und diplomatischen Korrespondenzen auch Gedichte und schließlich sogar das Ende Ugarits im Jahre 1175 v. Chr.: Im letzten "Brief" warnt der Herrscher von Ugarit seinen Kollegen auf Zypern vor feindlichen Seevölkern. Diese feindlichen Seevölker waren aber so schnell da, dass die Nachricht die Ugarit nicht mehr verlassen hat, sondern erst im 20. Jahrhundert von Archäologen gefunden wurde. Während der Besichtigung sieht man u.a. die Überreste des Eingangstores aus dem 15. Jahrhundert v. Chr., des Königspalastes aus dem 14. Jahrhundert v. Chr. und der Archive, in denen die Tontafeln aufbewahrt worden waren.
Saladinsburg
Ca. 30 Kilometer östlch von Ugarit befindet sich die eindrucksvolle Saladinburg (Qalaat Saladin). Sie wurde auf einem Felsvorsprung errichtet und bewachte einst eine mittelalterliche Straße zwischen Aleppo und Lattakia. Etwa um 1108 konnten Kreuzritter die Burg einnehmen und weiter befestigen. So geht das wuchtige, gut erhaltene Gemäuer auf den Kreuzritter Robert von Saône und seinen Sohn William zurück. 1188 wurde die Burg von Saladin erobert und die Mamelukken errichteten eine Moschee und ein Badehaus.
Lattakia
Die Stadt Lattakia am Mittelmeer, die im Jahre 300 v. Chr. von dem Seleukidenkönig Seleukos Nikator gegründet worden war, ist heute eine moderne Hauptstadt der gleichnamigen Region.
 
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