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Palmyra Die Ruinenstätte Palmyra zählt zu den interessantesten der Welt. Sie liegt mitten in der Wüste in der Oase Tadmur. Hier gab es schon immer reichlich Wasser, und die Oase diente den Karawanen zwischen dem Euphrat und dem Mittelmeer als wichtige Raststätte auf ihrem direkten Weg durch die Wüste. Wer somit Tadmur, die "Stadt der Datteln" beherrschte und die Karawanen vor Räubern schützen konnte, erlangte großen Einfluss sowie Reichtum. |
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| Als die Römer nach Syrien eindrangen, wurde Tadmur unter der Regierungszeit des Kaisers Tiberius (14 - 37 n. Chr.) den Römern tributpflichtig, die es von da an Palmyra ("Stadt der Palmen") nannten. Durch das zugleich gute Verhältnis Palmyras zu den Parthern, die ein riesiges, Rom ebenbürdiges Reich im Osten von Mesoptamien aufgebaut hatten, konnte sich Palmyra ein hohes Maß an Unabhängigkeit bewahren und diente als eine Art Puffer zwischen diesen beiden damaligen Großreichen. Die Einwohner von Palmyra agierten vor allem als Händler und dehnten ihre Handelsbeziehungen immer weiter aus - sogar bis China. Der zunehmende Wohlstand der Palmyrener ließ Palmyra zu einer prächtigen Stadt werden. |
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| Als die Parther von den Sassaniden abgelöst wurden und diese im Jahre 260 das römische Heer bei Antiochia besiegten und den römischen Kaiser Valerius gefangennahmen, wurde die Position für Palmyra schwieriger. Der palmyrenische Fürst Odainat besiegte jedoch die nach Mesopotamien zurückkehrenden sassanidischen Truppen, d.h. die Gunst der Römer blieb Palmyra erhalten. Odainat hatte jedoch eine sehr ehrgeizige Frau - Zenobia -, die ein selbständiges Reich von Ägypten über Syrien bis Konstantinopel aufbauen wollte. 267 wurde Odainat wahrscheinlich auf Anordnung Zenobias ermordet, sodass sie ungehindert ihren Großmachtsplänen nachgehen konnte. Rom sah nicht lange untätig zu, d.h. 272 holte Kaiser Aurelian zum Gegenschlag aus, alle Verbündeten Palymyras ließen die "Wüstenkaiserin" fallen, und Palmyra wurde besiegt. Der Untergang Palmyras wurde vollkommen besiegelt, als Aurelian die Stadt zum Brandschatzen freigab. |  | | |
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| Die einstige Pracht und Monumentalität Palmyras ist auch heute noch für den Besucher sichtbar, wenn er durch die Ruinen geht. |
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Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind:
- das Hadrianstor, durch das man die Ruinenstätte betritt
- die Kolonnadenstraße, die einstige Prachtstraße, die von zwei Reihen 9,50 m hoher Säulen aus Kalkstein flankiert wird
- das Nymphäum, ein repräsentatives Brunnenhaus
- der Tempel des babylonischen Gottes Nebo, bei dessen Ausgrabung man eine Reihe von Tafeln in aramäischer Schrift gefunden hat
- die Thermen des Diokletian - ein großer Bäderkomplex
- das Römische Theater, in dem noch manchmal Musikaufführungen stattfinden
- das Haus des Senates und die Agora, ein von Säulenhallen umgebenen Versammlungsplatz - von diesen Säulen sind leider nur noch die Stümpfe vorhanden
- der Tempel des Baal, einst Haupttempel Palmyras
- die Nekropole Palmyras, die sich außerhalb der Stadtmauer befand. In Palmyra gibt es zwei charakteristische Formen der Grabarchitektur: unterirdische Anlagen und Grabtürme.
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